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Wie Osteopathie Schreibabys unterstützen kann

Aktualisiert: 19. Juli 2023

Schreibabys…

  • Schreien plötzlich ohne erkennbaren Grund

  • Liegen hochrot, überstreckt und hyperton (mit zu viel Muskelspannung) im Bett

  • Lassen sich trotz intensiver Versuche nicht beruhigen

  • Schreien bevorzugt in den Abendstunden

  • Beginn um den 7. bis 10. Lebenstag

  • Maximum um die 6. Lebenswoche


Wann spricht man von einem Schreibaby?

Der amerikanische Kinderarzt Morris Wessel stellte die folgende sogenannte

Dreierregel zur Schreidauer auf, um den Unterschied zwischen normalem Weinen

und einem Schreibaby zu demonstrieren.

Exzessives Schreien liegt vor bei:

  • mind. 3 Stunden am Tag

  • mind. 3 Tagen die Woche

  • mind. 3 Wochen lang


Ursachen exzessiven Schreiens sind multifaktoriell und damit vielschichtig und in

wenig Fälle organisch bedingt.

Nicht jedes schreiende Baby ist ein Schreibaby. Es gibt auch normale Gründe für

normales Schreien:

  • Hunger?

  • Müdigkeit?

  • Schmerzen?

  • Langweile oder Interaktionshunger?

  • Lärm oder zu viele Reize?

  • Kälte, Hitze, Nässe?


Ursachen exzessiven Schreiens sind:

  • Unreife der neuromotorischen Regulation

  • psychosoziale oder familiären Belastungen

  • Fehlstellungen der Halswirbelsäule, KISS-Syndrom

  • unspezifischen Regulationsstörungen

  • Blähungen, Dreimonatskoliken

- Neuer Blog darüber folgt bald – Stay tuned!-


Bei Persistenz über 3-6 Monaten hinaus muss mit Problemen im weiteren

Verlauf gerechnet werden. Die Schreiproblematik ist nicht förderlich für die Mutter-Kind-Bindung und stellt eine enorme Belastung für die Eltern da.

In der Regel ebbt das massive Schreien aber in den ersten Lebensmonaten von selbst ab.


Häufig werden von den Eltern organische Ursache für das exzessive Schreien der

Säugling vermutet, tatsächlich betrifft es aber maximal 5 % der Säuglinge mit vermehrten Schreien.


Mögliche organische Ursachen für vermehrtes Schreien sind:

  • Meteorismus (Blähungen) und Durchfälle z.B. im Rahmen einer Kuhmilchintoleranz

  • Rezidivierendes Spucken, Husten oder Schmerzen aufgrund einer Ösophagitis (Speiseröhrenentzündung) bei gastroösophagealem Reflux (Mageninhalt fließt in die Speiseröhre zurück)

  • Leistenhernien bei passagerer Inkarzeration (Leistenbrüche mit Einklemmung von Darmabschnitten)

  • Ausgeprägte Symmetriestörung, häufig verbunden mit einseitigen Trinkschwierigkeiten


Schreibabys haben oft weitere Probleme:

  • 76% zusätzlich Schlafprobleme

  • 33% zusätzlich Fütterungsprobleme

  • 23% haben Schlaf- und Fütterungsprobleme zusammen


Diagnose und Behandlung

Um organische Ursachen für vermehrtes Schreien auszuschließen zu können, sollte

eine gründliche Anamnese, eine körperliche Untersuchung sowie zusätzliche

Untersuchungen wie Labor und Ultraschall durchgeführt werden.

Dies kannst Du beim Kinderarzt oder in einer Schreiambulanz (eine Beratung dort wird leider in der Regel von den Krankenkassen nicht erstattet) abgeklärten lassen.


Begleitend dazu kann die Osteopathie eine große Hilfe sein, um potentielle Faktoren,

die zum Weinen beitragen können zu lindern. Zu diesen Faktoren zählen beispielsweise jegliche Halswirbelsäulen Blockaden, muskuläre Verspannungen oder Blähungen im Bauchraum.


Das goldene R-Repertoire für die Eltern:

  • Ruhe bewahren und ausstrahlen

  • Regeln einhalten

  • Rituale einführen (z.B. als Einschlafhilfe)

  • Rhythmus in den Tagesablauf bringen (Essen, Spaziergänge)

  • Ressourcen schaffen (Partner, Großeltern)


Nicht nur das Baby steht im Vordergrund, sondern auch die Eltern. Wenn Du als Mama

oder Papa überfordert bist, unter Schlafmangel, einer Wochenbettdepression o. ä. leidest, dann solltet Ihr euch Ruhe und Auszeiten gönnen. Vielleicht ist es möglich, dass die Großeltern, Familienmitglieder oder Freunde einen Tag in der Woche das Neugeborene betreuen, damit Ihr wieder ausgeglichener seid und eine beruhigende Wirkung auf Euer Baby haben könnt.


Natürlich kann auch eine osteopathische Untersuchung und Behandlung eurem Baby helfen. Um mehr darüber zu erfahren, wie Mel Dich und Dein Baby, während der

Neugeborenenzeit begleiten und unterstützen kann, buche einen Termin zum

Check-Up unter:

https://www.doctolib.de/osteopath/muenchen/melanie-kirsten.


Um den Lesefluss zu erleichtern, wurde auf die gleichzeitige Verwendung der

Sprachformen männlich, weiblich (m/w) verzichtet. Sämtliche Personen- und

Berufsbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.



Aufgeregtes Baby nuckelt am Tuch
Ein Schreibaby nuckelt am Tuch

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